MC Sadri – „Fühl mich gut"

SADRI_GUT_140515.jpg

Single / DIHH VÖ: 26.06.2015

MC Sadri legt nach. Mit der Single „Durchdrehn“ feat. Samy Deluxe und Das Bo hatte der Hamburger zuletzt die Deutschen Black Charts aufgemischt und sich nebenbei ganz locker einen Slot auf den „Bravo Black Hits #32“ gesichert. Mit dem dazugehörigen Cartoon-Video hatte er überdies auf äußerst

charmante Art und Weise gezeigt, wie man einen so einen Song geschmackvoll visualisieren kann. Kein Wunder also, dass Sadri sich gut fühlt. Wie gut, das zeigt er nun auf der zweiten Single aus seinem aktuellen Album „Innere Stimme“, die dann auch genau so betitelt ist: „Fühl mich gut“.

Auf einem gleichermaßen relaxten wie treibenden Beat von US-Produzent Caleb Sarikey zeigt sich Sadri hier von seiner coolen Seite und liefert damit den Soundtrack für eine legeren Ride durch die Abendsonne.

Bewusst setzt der Hamburger für seinen feelgood-Song auf einen zeitlos jazzigen Vibe und umschifft so mit Leichtigkeit all die von aktuellen Trends durchsetzen Werke der Konkurrenz. Mit „Fühl mich gut“ catcht Sadri einen sofort. Trotz des eher hohen Tempos versetzt einen der Song in eine Leichtigkeit, die einen den schweren Alltag sofort vergessen lässt. Es braucht eben nicht viel, um loszulassen und sich gut zu fühlen. Ein auf das Maximum reduziertes, groovendes Instrumental mit entspanntem Rap von MC Sadri reichen da vollkommen aus.

Enjoy it!
 


Screen Shot 2015-01-13 at 21.49.30.png

MC Sadri
„Durchdrehn“ feat. Das Bo & Samy Deluxe

Single / DIHH / VÖ: 30.01.2015

Viele haben es versucht, wenige haben es geschafft. Mit „Durchdrehn“ verhält es sich allerdings noch mal anders. Denn was MC Sadri hier abliefert, ist alles andere als bloß ein Versuch, die Leute auf Deutschrap zum Tanzen zu bringen. Es ist ein so simpler wie eingängiger Song, der einfach so aus dem Hut gezaubert wurde – ohne Masterplan und ohne Hintergedanken – so wie man sich auch nicht dazu verabredet durchzudrehen, sondern es einfach tut.

Die Geschichte dieses Songs mit seiner Backpfeifen verteilenden Snare und seinem den Magen auf Rosinengröße zusammendrückenden Bass ist dann auch schnell erzählt. Sadri baut nen Beat, nimmt dazu 'ne Strophe und 'ne Hook auf und spielt das Ergebnis dem Produzenten Philipp Schwär (Frida Gold, Kim Frank) vor. Der ist so geflasht, dass er Hand anlegt und die Skizze von Sadri mit einem Remix veredelt. Davon wiederum ist Sadri so geflasht, dass er ihn Samy Deluxe vorspielt. Und der wusste natürlich, wo die Party ist und stellt sich prompt, nach dem Song „Blindman“, ein zweites Mal an Sadris Seite. Nicht lang gezögert hat dann auch Das Bo. Und so vereint MC Sadri hier nicht nur zwei Könige des Hamburger Rap auf seinem Song. 

Auch liefert der smarte People´s Champ mit „Durchdrehn“ eine Nummer ab, die Spaß macht, ohne dass das geplant war. Flankiert wird „Durchdrehen“ von einem nicht minder lockeren Cartoon-Video, für das der Hamburger Regisseur Tony Salah verantwortlich zeichnet und das ist der Veröffentlichungswoche auf Vevo Premiere feiert.

Enthalten ist der Song auf dem neuen Soloalbum „Innere Stimme“ von MC Sadri, das am 27. Februar 2015 erscheint. Die Vorab-Single „Durchdrehn“ lässt einen nun aber schon vorab durchdrehn. In diesem Sinne …


MC Sadri
„Die innere Stimme“

Album / DIHH VÖ: 27.02.2015

Das Stimmengewirr da draußen war nie lauter. Sie postet dieses, er tweetet jenes – und wenn man es mal ganz genau wissen will, wird die Suchmaschine angeschmissen. Wohin das führt, lässt sich allerorts beobachten. Alles wird x-Mal abgewogen. 50 verschiedene Meinungen fließen in die eigene Entscheidung mit ein – und am Ende ist das, was mal Ecken, Kannten, ja ein Profil hatte, so weichgespült, dass man darin niemanden mehr erkennen kann. 

Auch MC Sadri hat in der Vergangenheit seine ursprüngliche Idee schon mal von externen Einflüssen glatt schleifen lassen – und es hinterher bereut. Denn seine innere Stimme hatte ihm von Anfang an den richtigen Weg gewiesen. Nur hat er nicht auf sie gehört. Er holte sich lieber hier noch eine Meinung ein und zog da noch einen Experten zurate. Jeder konnte ihm etwas beisteuern. Mit dem Ergebnis leben musste nur er.

Für sein neues Album hat der Hamburger nun die Konsequenzen daraus gezogen und allein auf seine innere Stimme und Intuition gehört. Wer wie Sadri bereits vor acht Jahren seine erste LP veröffentlicht hat, weiß selbst, was seine Persönlichkeit widerspiegelt. Und so hat er mit „Die innere Stimme“ einen Longplayer geschrieben, bei dem er keine Kompromisse macht zwischen dem, was er will und dem, was gerade opportun erscheint. Innerlich wie handwerklich weiter gereift, vertraut er nun seiner Intuition und schreibt die Songs, mit denen zuallererst er selbst zufrieden ist, mit denen er aber auch Künstler und Produzenten für sich gewinnt, die seinen Vibe erkennen, fühlen und teilen. So entstand etwa ein Song mit Samy Deluxe und Das Bo, auf dem die beiden mit Sadri einfach nur „Durchdrehen“. Der Song strotzt nur so vor Energie und ragt, nicht zuletzt wegen der Besetzung, aus dem Album genauso heraus wie zum Beispiel „Antiautoritär“. Doch während „Durchdrehen“ eine unfassbare Kraft freisetzt, lässt „Antiautoritär“ den Hörer eher etwas verstört zurück, so unkonventionell kommt der Track um die Ecke. Das dazugehörige Video, perfekt visualisiert von dem Hamburger Fotografen und Filmer David Königsmann, unterstreicht dies noch mal mit einem großen Ausrufezeichen. 

Doch sind diese beiden Tracks nur zwei der Ecken und Kannten auf „Die innere Stimme“. Für Sadri schließen lautere Songs nämlich keinesfalls ruhigere aus. Seine innere Stimme spricht ja auch mal lauter mit ihm – und mal wieder ruhiger. Und so führt er auf seinem Album Zwiegespräche mit seiner inneren Stimme, er verarbeitet den Tod seines vor zwei Jahren in Teheran verstorbenen Bruders mit einem klaren Blick nach vorn und zeigt sich in einem wieder anderen Song als scharfer Beobachter seiner Umgebung. Für die Produktionen sorgt Sadri mal selbst, mal stehen ihm die Hamburger Instanzen DJ Dynamite und Monroe zur Seite und mal liefert Phillip Schwär, der auch schon für Frida Gold oder Kim Frank arbeitete, den passenden Sound. Bei ihm laufen denn auch die Fäden für dieses Album in Punkto Mix und Mastering zusammen. Primär auf seine innere Stimme zu hören, heißt also keines Falls, dass man plötzlich alleine dasteht. Dafür ist MC Sadri der lebende Beweis.


MC SADRI . BIOGRAPHIE

Im deutschen Rap etwas als erster gemacht zu haben – das können nicht viele von sich behaupten. MC SADRI kann es. Als erster seines Genres tourte der Hamburger Rapper 2007 durch die Justizvollzugsanstalten des Landes. Auf mehr als 15 Gigs trat er in Gefängnissen von München bis Kiel vor den Gefangenen auf. Wie sein 2008 erschienenes Album war die Tour „Sprache der Straße“ betitelt. Mit den üblichen Gewaltverherrlichungen und Prahlereien aber hatte die Platte nichts zu tun. Der deutsche Justizbetrieb ist Sadris Zeuge. Denn die Gefängnisdirektoren und deren Sozialarbeiter sind in Sachen Rap-Texte noch wachsamer als die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien – jedenfalls dann, wenn ein Rapper in ihrer Anstalt aufzutreten gedenkt.

In die Spaß-Rap-Ecke einzuordnen ist er deshalb dennoch nicht. MC SADRI  ist vielmehr ein MC, der mit geschultem Auge die Geschichten der Straße erkennt und sie dann in seinen Texten erzählt.
1983 in Teheran geboren, kommt er 1984, während des Irak-Iran-Krieges, nach Deutschland. Er wächst auf in Hamburg Schnelsen, in einem Viertel namens Spanische Furt. Hier kommt er schon früh mit Hip-Hop in Berührung. Er beginnt zu taggen und wenn einer seiner Kollegen mal eine Beatbox zum Besten gab, rappte der junge Sadri dazu einen seiner drei Texte, die er sich damals noch in schlechtem Schulenglisch zurechtgelegt hatte.

Wenige Jahre später erkennt MC SADRI das unvermeidliche: Auf Deutsch kann er sich deutlich besser ausdrücken als in seinem Schulenglisch. Sein Abi macht er trotzdem, doch statt eine Ausbildung zu beginnen, entscheidet er sich für den Weg des Rappers. Er lebt seinen Traum, macht behutsam Schritt für Schritt. Er schreibt weiter Texte, nimmt hier und da mal etwas auf und lernt – obwohl er es nie für möglich gehalten hatte – den Umgang mit Musikprogrammen und beginnt, Beats zu machen.

2004 veröffentlicht er seine erste LP „Das Chamäleon“, die CDs verkauft er in Hamburger Clubs, beim splash! und anderen Konzerten. 2006 folgt „Von der Straße für die Straße“, 2008 „Sprache der Straße“, 2011 erscheint mit „Das ist Hip Hop“ sein bisher letztes Album. Die LP beinhaltet auch seinen bis dato wohl bekanntesten Song. „Blindman“ schafft es bis auf Platz 19 der Deutschen Blackcharts, das Video wird im Internet hunderttausendfach angeklickt. Die Kollaboration mit Samy Deluxe ist überdies erst der Anfang der Connection zwischen den beiden. So ist Sadri auch auf dem 2012 von Samy Deluxe veröffentlichten Sampler „Kunstwerkstadt Werk 1“ vertreten und gehört laut dem Wickeda MC längst zum Inventar seiner KunstWerkStadt.

Mit seinem neuen Album "Innere Stimme" beschreitet MC SADRI nun jenen Weg weiter, den er mit „Das ist Hip Hop“ eingeschlagen hat. Und der führt ihn, so wie seine bisherigen Releases auch, wieder ein Stückchen weiter nach vorne. Mit „Durchdrehn“, der ersten Auskopplung aus „Innere Stimme“ lässt der Hamburger bundesweit aufhorchen. Nicht nur hat er sich für diesen unverkrampften Club-Track mit Samy Deluxe und Das Bo zwei der ganz Großen des deutschen Raps an seine Seite geholt. Er mischt mit dem Song auch dermaßen die Deutschen Black Charts auf, dass „Durchdrehn“ auf den renommierten „Bravo Black Hits #32“ landet. Der Sampler hält sich wochenlang in den Compilation-Charts der GfK.

Nach „Durchdrehn“ folgt mit „Fühl mich gut“ die zweite Auskopplung aus „Innere Stimme“. Auf dem gleichermaßen treibenden wie relaxten Instrumental des US-Produzent Caleb Sakirey zeigt sich der Hamburger von seiner coolen Seite und liefert so den Soundtrack für einen lässigen Ride durch eine laue Sommernacht. Mit dem obligatorischen Video unterstreicht MC SADRI zudem die Leichtigkeit dieses Songs, der gleichzeitig den Schlusspunkt des Albums „Innere Stimme“ markiert. Denn während der Track schließlich über die Ether der Nation geht, schreibt MC SADRI bereits an neuen Songs.